FEUERWEHR
oder wie man sein Hobby zum Beruf macht...
1987 fing das alles mit den großen roten Autos an. Eine Woche nach dem 75jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Kriftel trat ich in die Jugenfeuerwehr ein 1991 dann in die Einsatzabteileung. Neben unzähligen Lehrgängen und Fortbildungen, dem Zivildienst beim Rettungsdienst des Roten Kreuzes und acht Jahren als ehrenamtlicher Leitstellendisponentim im Main Taunus Kreis , bewarb ich mich nach meiner Lehre zum Industriemechaniker im Frühjahr 1998 bei der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main.
Die zweijährige Ausbildung zum Berufsfeuermann nebst Rettungssanitäter begann für mich, nach dem Bestehen der Einstellungstests im Februar 1999.
Alles Feuerwehrwissen wurde nun nochmals von "Null" an neu vermittelt.
An der Landesfeuerwehrschule in Kassel (HLFS) wurden zunächst in acht Wochen die Realschulklassen 6-8 durchgezogen. Mathe, Deutsch, Chemie, Physik, Biologie Staatsbürgerkunde und Sport standen auf dem Dienstplan.
Im Anschluss daran begann in Frankfurt die 20wöchige Feuerwehrausbildung.
Diese beinhaltete:
Feuerwehrgrundlehrgang, Sprechfunk, Atemschutzgeräteträger inkl. Kreislaufgerät, Gefahrstoff und Strahlenschutzausbildung inkl Träger für Chemiekalienschutzanzüge, Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall & Bau, Motorkettensägenlehrgang, Maschinistenausbildung. Abgeschlossen wurden die 20 Wochen mit Facharbeiten, Fachaufsatz und einer praktischen Prüfung.
Nun stand für die nächsten Wochen der Rettungsdienst im Vordergrund und die Ausbildung zum Rettungssanitäter begann mit einem 4 Wochen Grundlehrgang, gefolgt mit einem vierwöchigem Praktikum im Höchster Krankenhaus.
(Notfallambulanz und OP-Bereich).

Die nächsten vier Wochen waren auf dem Rettungswagen angesagt bevor es zum Abschlusslehrgang ging.
Nun konnte es losgehen und das Erste von zwei Wachpraktika auf einer Feuerwache stand auf dem Programm...
1. Wachpraktikum Feuer- und Rettungswache 7 (jetzige Bereichswache 21 NordWeststadt)
2. Wachpraktikum Feuer. und Rettungswache 5 (jetzige Bereichsleitungswache 3 Nied)
Innerhalb des Wachpraktikas kommt im Normalfall noch die LKW Führerscheinausbildung hinzu welche ich allerdings schon vor Ausbildungsbeginn abgeschlossen hatte.
Im November 2001 nachdem Ende des zweiten Wachpraktikums hieß es dann noch mal
Zähne durchbeisen und für acht weihnachtliche Wochen
an die Landesfeuerwehrschule nach Kassel zum B3- Abschlusslehrgang. Jetzt wurde der letzte Schliff durchgeführt und alles in Form von schriftlichen, praktischen, mündlichen Prüfungen und Facharbeiten abgefragt, bevor ich im Januar 2001 meinen 1. Dienst als ausgebildeter Feuerwehrmann auf der Wache meines 1. Praktikums, der jetzigen Bereichswache 21 NordWeststadt antrat.

In den Jahren 2005 & 2006 erfolgte nach unzähligen Stunden auf dem Rettungswagen die Ausbildung zum Rettungsassistenten, im gleichen Jahr
begann das neue zusätzliche Aufgabenfeld auf dem Notarzteinsatzfahrzeug im Krankenhaus NordWest. Nach 10 Jahren NordWeststadt wechselte ich im August 2011 auf die neu erbaute Bereichswache 30 im Frankfurter Stadtteil Sossenheim. Die Wache ist hauptsächlich für technische Hilfeleistung zuständig, neben dem üblichen Hilfeleistungs-Löschfahrzeug, Drehleiter, Großtanklöschfahrzeug, Wechsellader und Rettungswagen kommt die technische Hilfeleistungskomponente mit Rüstwagen und Kran hinzu.
Neben Dienst auf den Feuerwehrfahrzeugen und dem Rettungswagen kommt für 2012 wieder ein 
Notarzteinsatzfahrzeug hinzu, diesmal im Krankenhaus Höchst.
Alles in allem ein sehr abwechslungsreicher Job... und die Berufswahl würde nach nunmehr 12 Jahren wieder genauso ausfallen.
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